Das Wunder der Bewahrung
Dezember 2004
 
Dienstag, 30. Juli 2002: Morgens fahre ich mit dem 4jährigen Yannick in die Stadt. Nach einigen Besorgungen wollen wir noch für eine kurze Zeit auf einen Spielplatz gehen und von dort aus mit dem Stadtbus nach Hause fahren. Zu diesem Zweck müssen wir beim Rathaus die stark befahrene Stadtstraße überqueren. Ich sehe mit etwas Sorge, dass die Ampel nicht in Betrieb ist und sage zu Yannick: “Jetzt müssen wir lange warten, bis wir dort hinüberkommen“. Doch ziemlich schnell hält ein Wagen an. Hinter ihm bildet sich sogleich eine Kolonne. Wir danken zum Fahrer hin und betreten den Zebrastreifen. Die Sonne scheint uns direkt ins Gesicht und blendet sehr. So kann ich auch nicht sehen, dass ein anderes Auto die haltende Kolonne überholt und mit ziemlich hoher Geschwindigkeit auf den Zebrastreifen zurast. Etliche Zeugen sahen das und hielten uns für verloren!


Plötzlich bekomme ich einen Stoß und weiß sofort, dass etwas Schlimmes passiert. „O mein Gott“ ist mein letzter Gedanke. Anscheinend wird auch meine stabile Handtasche getroffen und ich dadurch etwas zurückgerissen und Yannick ebenfalls, den ich fest an der Hand halte. Bei der Vollbremsung des „Rasers“ bleibt das Hinterrad auf Yannicks Fuß stehen! Als ich ihn vom Auto noch weiter wegziehen will, sehe ich den eingeklemmten Fuß! Es erscheint mir wie eine kleine Ewigkeit, bis das Auto langsam einige Meter weiterrollt.


Man eilt uns sofort zu Hilfe und ich sitze danach inmitten eines Menschenauflaufes mit dem ruhigen Yannick auf dem Arm auf einer nahen Parkbank, um der Polizei die Personalien anzugeben. Der Fuß von Yannick zeigt äußerlich keine Spuren. Dennoch bitte ich die Polizei, uns ins Krankenhaus zum Röntgen zu fahren. Ergebnis: kein Bruch, aber zur „Sicherheit“ bekommt er einen kleinen Gipsverband. Er sagt immer wieder, dass er keine Schmerzen hätte, auch nach Tagen nicht. Nach 7 Tagen wurde der Gips entfernt: alles ist in bester Ordnung!


Das große Wunder: Yannick und ich haben keine einzige Schramme davongetragen; absolut nichts!! Man selbst kann es nicht nachvollziehen, zumal man hautnah die Berührung mit dem PKW zu spüren bekam. Nur die treuen Engel wissen genau, auf welche Weise sie uns gerettet haben!
Christa Sch., Dornbirn