Ein hl. Engel feierte die Hl. Messe mit
März 2010

Der Einsiedler Sergius von Radonesch (1314 - 1392), den der hl. Seraphim als seinen geistigen Vater tief verehrte, durfte jahrzehntelang die Gegenwart eines Engels erleben, der zusammen mit ihm das Hl. Messopfer feierte. Die großen Kirchenlehrer der Antike lebten in diesem lebendigen Glauben, wie es beispielsweise die Lehre des hl. Augustinus bezeugt: „Die Engel stehen beim Altar und dienen dem Priester, wenn er die Hl. Messe feiert.“

In der Biographie des hl. Sergius wird berichtet: „Einst zelebrierte der hl. Sergius die Göttliche Liturgie zusammen mit seinem leiblichen Bruder Stefan und ihrem Verwandten Feodor. Issakij, ein sehr tugendhafter und schweigsamer Mann, durfte während des Gottesdienstes folgendes erleben: er sah im Altarraum einen vierten mit ihnen dienen, einen höchst wunderbaren Mann, dessen Aussehen seltsam und unbeschreiblich war. Er sah ihn von großem Licht umgeben, mit leuchtendem Gesicht und strahlendem Gewand, das golddurchwirkt zu sein schien. Sein Gesicht leuchtete wie die Sonne, so dass man ihn nicht ansehen konnte. Da fragte Issakij den neben ihm stehenden Vater Makarij: „Was ist das für eine wundersame Erscheinung, Vater? Wer ist dieser wunderbare Mann, den wir sehen?“

Makarij, der diesen Mann ebenfalls sah, glaubte, er sei ein besonderer Begleiter des Fürsten Wladimir, der in diesen Tagen im Kloster zu Besuch war. Doch niemand hatte einen Priester zusammen mit dem Fürsten kommen sehen. Nachdem die Liturgie beendet war, bedrängten sie den hl. Sergius, ihnen doch zu sagen, wer dieser Unbekannte im priesterlichen Gewand im Altarraum war, der mit ihm die heilige Liturgie feierte.

Nach inständigem Bitten offenbarte der Heilige sein Geheimnis: „Wenn GOTT euch das offenbart hat, kann ich es verheimlichen? Der, den ihr gesehen habt, ist ein Engel Gottes; und ich Unwürdiger diente durch GOTTES Ratschluss nicht nur heute, sondern immer mit ihm. Doch solange ich lebe, erzählt es niemandem!“