Ein Schutz für meine Tochter
März 2013

Meine Tochter war noch kein Jahr alt. Wenn ich die verschiedenen Verrichtungen im Haushalt tat, nahm ich sie von Stube zu Stube mit. So hatte ich einmal im Schlafzimmer zu arbeiten. Wie gewöhnlich setzte ich das Kind ans Fußende des Bettes auf den Teppich, wo es vergnügt spielte. Plötzlich hörte ich in mir ganz klar eine Stimme: 'Nimm das Kind und setz es hinaus ins Bett! Es kann genauso gut draußen im Bettchen sitzen.' Das fahrbare Kinderbett stand gerade im angrenzenden Wohn­zimmer. Ich ging auf das Kind zu, aber dann dachte ich für mich: 'Warum soll das Kind nicht hier bei mir sein? Es ist doch brav.' Ich war nicht willens, die Kleine ins andere Zimmer zu geben, und entschloss mich, weiterzuarbeiten.

Nochmals hörte ich die Stimme mit großer Bestimmtheit: 'Nimm das Kind und setz es hinaus ins Bett!' Daraufhin gehorchte ich. Meine Tochter begann zu weinen. Mir war unerklärlich, warum ich das tun musste, aber ich fühlte einen inneren Zwang. Kaum war ich ins Schlafzimmer zurückgekehrt, als sich die Lampe von der Decke löste und genau an der Stelle zu Boden prallte, wo vorher das Kind gesessen hatte.

Die Lampe hatte ein Gewicht von etwa 10 kg und besaß eine Schale aus geschliffenem Alabaster von etwa 60 cm Durchmesser und 1 cm Dicke. Nun war mir klar, dass mich mein Schutzengel gewarnt hatte (Maria Sch.)

Aus: P. Zilligen, Mit den Engeln durchs Leben, 34f.