Die Sakramente der christlichen Initiation
Dezember 2004
 
Unter den Sakramenten finden wir drei, welche die Grundlagen des christlichen Lebens in uns legen: die
Taufe, die Firmung und die heiligste Eucharistie. Diese drei Sakramente werden auch Sakramente der christlichen Initiation genannt.

In der frühen Kirche wurden diese drei Sakramente in der Regel zusammen gespendet. Heute finden wir diese Praxis in den Ostkirchen und bei der Eingliederung Erwachsener in die Kirche. Uns ist es geläufig, diese Sakramente mit dem Heranwachsen der Kinder zu feiern. Die Taufe nach der Geburt, die Erstkommunion in den ersten Schuljahren und die Firmung mit der beginnenden Jugendzeit.

„Durch die Gnade Christi beschenkt, erhalten die Menschen Anteil an der göttlichen Natur. Dabei besteht eine gewisse Ähnlichkeit mit dem Werden und Wachsen des natürlichen Lebens und mit seiner Stärkung. In der
Taufe wiedergeboren, werden die Gläubigen durch das Sakrament der Firmung gefestigt und in der Eucharistie mit dem Brot des ewigen Lebens gestärkt. So werden sie durch die Sakramente der christlichen Initiation immer tiefer in das Leben Gottes hineingenommen und kommen der vollendeten Liebe immer näher.“ (Papst Paul VI., Divinæ consortium naturæ, zitiert in: KKK 1212)

Taufe und Firmung prägen uns ein unauslöschliches geistliches
Siegel ein. Es ist Zeichen unserer Zugehörigkeit zu Christus, befähigt und verpflichtet zur lebendigen Teilnahme an der heiligen Liturgie der Kirche und zum Zeugnis für den Glauben. (vgl. KKK 1273 und 1305) Das Ziel dieser Sakramente ist die immer tiefere Vereinigung mit Christus.

So findet die christliche Initiation im Empfang der heiligsten Eucharistie ihren Gipfel, denn dieses Sakrament ist Quelle und Höhepunkt des ganzen christlichen Lebens (vgl.
Lumen Gentium, 11) . Christus lässt „durch die Gabe Seines Leibes und Seines Blutes in uns die Gabe Seines Geistes wachsen, der uns schon in der Taufe eingegossen und im Sakrament der Firmung als ‚Siegel’ geschenkt wurde.“ (Johannes Paul II., Ecclesia de Eucharistia, 17) „Die Eucharistie ist die heilbringende Gegenwart Jesu in der Gemeinschaft der Gläubigen und ihre geistliche Nahrung, sie ist das wertvollste Gut, das die Kirche auf ihrem Weg durch die Geschichte haben kann.“ (ebd. 9)