Das Priestertum als Dienst
März 2010

„Die ganze Kirche ist ein priesterliches Volk. Dank der Taufe nehmen alle Gläubigen am Priestertum Christi teil. Diese Teilhabe nennt man gemeinsames Priestertum der Gläubigen. Auf seiner Grundlage und zu seinem Dienst besteht eine weitere Teilnahme an der Sendung Christi: der des Dienstes, die durch das Weihesakrament übertragen wird und zur Aufgabe hat, im Namen und in der Person Christi, des Hauptes, inmitten der Gemeinde zu dienen.“ (KKK 1591)

So sagt das II. Vatikanische Konzil: „Jenes Amt aber, das der Herr den Hirten seines Volkes anvertraute, ist ein wahrer Dienst“ (LG 24). Das Priestertum „ist ganz für Christus und die Menschen da. Es hängt völlig von Christus und seinem einzigen Priestertum ab und wurde zugunsten der Menschen und der Gemeinschaft der Kirche eingesetzt.

Das Sakrament der Weihe vermittelt ‚eine heilige Gewalt’, die keine andere ist als diejenige Christi. Die Ausübung dieser Vollmacht hat sich somit nach dem Vorbild Christi zu richten, der aus Liebe sich zum Letzten und zum Diener aller gemacht hat. ‚Der Herr hat klar gesagt, daß der Einsatz für seine Herde ein Beweis der Liebe zu ihm ist’ (Johannes Chrysostomus, sac. 2,4).“ (KKK 1551)

Der Priester verkündet nicht sich selbst. Er verkündet Christus und soll Christus den Gläubigen bringen. Er tut dies durch den dreifachen Dienst, den ihm übertragen ist: durch die Verkündigung des Wortes, die Feier der Liturgie und die pastorale Leitung der Herde Gottes.

Darum sagt auch der heilige Paulus: „Als Diener Christi soll man uns betrachten und als Verwalter von Geheimnissen Gottes. Von Verwaltern aber verlangt man, dass sie sich treu erweisen.“ (1 Kor 4,1-2) So soll der Priester in Treue zu Christus Gott dienen und ebenso dem gläubigen Volk, indem er es den Weg der Heiligkeit führt.