Die Erzengel
März 2013

Die Kirche feiert am 29. September das Fest der Erzengel Michael, Gabriel und Raphael. Die Heilige Schrift nennt diese Engel mit Namen und stellt sie uns mit ihrem Wirken in der Heilsgeschichte und für das Heil der Menschen vor. Der Erzengel Raphael, den uns das Buch Tobit in besonderer Weise vor­stellt, sagt von sich: "Ich bin Rafael, einer von den sieben heiligen Engeln, die das Gebet der Heiligen emportragen und mit ihm vor die Majestät des heiligen GOTTES treten" (Tob 12,15) Aus diesem Wort entstand mancherorts die Verehrung von sieben Erzengeln und ihre Darstellung in Kirchen und Kapellen.

Anders als bei den anderen Chören der heiligen Engel tritt bei den drei Erzengeln ihre Persönlichkeit und ihre Sendung zu den Menschen in den Vordergrund. Sie werden uns von der Heiligen Schrift in besonderer Weise als Boten GOTTES gezeigt und erscheinen dem Menschen überaus groß und erhaben. Der Begriff 'Engel' stammt aus dem Griechischen und bedeutet 'Bote'. Papst Gregor der Große sagt in seiner Homilie über die Aufgabe der Engel: "Jene, die nur geringeres zu verkünden haben, heißen 'Engel', die aber höchste Botschaft bringen: 'Erzengel'. Daher kommt es, dass zu Maria nicht irgendein Engel, sondern ein Erzengel geschickt wurde. Denn es ziemte sich, dass für diesen Dienst ein Engel höchsten Ranges kam, weil er die höchste aller Botschaften brachte. Deswegen werden sie auch mit Eigennamen er­wähnt, und der Name besagt, was der Engel zu wirken vermag. Denn in der heiligen Stadt, in der die GOTTESschau die Voll­endung des Erkennens bewirkt, gibt es keine Eigennamen, weil ihre Träger auch ohne einen solchen erkannt werden können. Nur deswegen, weil diese zu uns kommen, um uns einen Dienst zu leisten, erhalten sie von uns von ihrem Dienst her einen Namen. Michael heißt: 'Wer ist wie GOTT?' Gabriel: 'Kraft GOTTES', Raphael: 'Arznei GOTTES'".

(siehe: Lektionar zum Stundenbuch, 29. September)