Messfeier und Kreuzesopfer
September 2005
 
"Mein Leib, der für euch hingegeben wird"
Jesus setzte beim letzten Abendmahl die heiligste Eucharistie ein. Er tat es im Hinblick auf die Hingabe Seines Leibes und Blutes am Kreuz. Durch Sein Lebensopfer am Kreuz hat uns Christus die Erlösung geschenkt. Wir finden diese Wahrheit in den Wandlungsworten ausgedrückt: „Das ist
Mein Leib, der für euch hingegeben wird“, „Das ist Mein Blut, das für Euch und für alle vergossen wird, zur Vergebung der Sünden.“

Die heilige Messe ist das Gedächtnis des Paschageheimnisses Christi. Im Sinn der Heiligen Schrift ist das Gedächtnis nicht nur ein Sich-Erinnern, sondern eine Gegenwärtigsetzung, ein wieder lebendig werden dieser Ereignisse. (vgl.
KKK 1363)

„Das Opfer Christi und das Opfer der Eucharistie sind
ein einziges Opfer.“ (KKK 1367) Die Messe macht das Opfer des Kreuzes gegenwärtig, sie fügt ihm nichts hinzu und vervielfältigt es auch nicht. Was sich wiederholt ist die Gedächtnisfeier, seine ‚gedenkende Darstellung‘, durch die das einzige und endgültige Erlösungsopfer Christi in der Zeit gegenwärtig wird.“ (Joh. Paul II., Ecclesia de Eucharistia, 12)

„Das auf dem Altar gegenwärtige Opfer Christi gibt allen Generationen von Christen die Möglichkeit, mit seinem Opfer vereint zu sein.“ (
KKK 1368)

„Die Eucharistie ist auch das
Opfer der Kirche. Die Kirche, der Leib Christi, nimmt am Opfer ihres Hauptes Teil. In der Eucharistie wird das Opfer Christi auch zum Opfer der Glieder seines Leibes. Das Leben der Gläubigen, ihr Lobpreis, ihr Leiden, ihr Gebet und ihre Arbeit“ (ebd.) werden mit der Ganzhingabe Christi vereinigt und erhalten so einen neuen Wert.

In jeder Messfeier sind wir
mit der ganzen Kirche vereinigt, mit dem Papst und dem Ortsbischof, deren Namen im Hochgebet genannt werden, ferner vereinigen wir uns und bringen das Opfer auch für alle Glieder Christi dar. Weiters sind wir mit den Heiligen des Himmels vereint und bringen das eucharistische Opfer für jene in Christus Gestorbenen dar, die noch nicht vollständig gereinigt sind. (vgl. KKK 1370f.)

So wird durch die Eucharistie die Gemeinschaft der Kirche aufgebaut und der Vollendung entgegen geführt.