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II. Die Päpste

Leo XIII.
Enzyklika Augustissimae Virginis, 12. September 1897 (Auszug)
Noch eine andere, des Lobes würdige Eigenschaft dürfen wir nicht mit Stillschweigen übergehen, die unserer [Rosenkranz-]Bruderschaft eignet, So oft wir nämlich beim Beten des marianischen Rosenkranzes die Geheimnisse unseres Heiles überdenken, ebenso oft treten wir in Wettstreit mit den Engeln, und zwar in der Ausübung eines hochheiligen Dienstes, der große Ähnlichkeit hat mit jenen Dienstleistungen, die einst der himmlischen Heerschar der Engel anvertraut waren. Sie haben ja diese Geheimnisse zu ihrer Zeit uns enthüllt, sie haben einen großen Anteil an diesen Geheimnissen genommen; sie wirken eifrig bei diesen mit, bald mit freudestrahlendem Antlitz, bald mit schmerzerfülltem, bald wieder voll Jubel im herrlichen Triumph. Gabriel wird zur heiligen Jungfrau gesandt, ihr die Menschwerdung des ewigen Wortes zu verkündigen. Engel feiern mit ihren Gesängen in der Grotte zu Bethlehem die Herrlichkeit des zur Welt geborenen Heilandes. Ein Engel bestimmt Josef zu fliehen und sich mit dem Kind nach Ägypten zu retten. Da Jesus im Ölgarten von Traurigkeit überwältigt blutigen Schweiß vergießt, tröstet ihn ein Engel mit ehrfürchtig-liebendem Wort. Engel verkünden Jesus den Frauen, nachdem er als Sieger über den Tod aus dem Grab hervorgegangen. Von seinem Einzug in den Himmel bringen Engel die Botschaft und kündigen an, dass er, von den Scharen der Engel begleitet, wiederkommen werde. Dann wird er die Seelen der Auserwählten mit den Engel vereinigen und sie zu den himmlischen Chören empor führen, über die „erhöht worden ist die heilige Gottesgebärerin“.
aus: Die Heilslehre der Kirche, 1022-1023.

Pius XII.
Enzyklika Mystici Corporis, 29. Juni 1943 (Auszug)
Wir beginnen mit der Gleichförmigkeit, die offensichtlich zwischen Haupt [Christus] und Gliedern [wir] auf Grund der gleichen Natur besteht. Dazu ist zu bemerken: Unsere Natur erreicht zwar nicht die der Engel, hat jedoch durch Gottes Güte vor der Engelnatur einen Vorzug: „Christus ist nämlich“, wie der Aquinate sagt, „das Haupt der Engel. Denn Christus steht über den Engeln auch seiner Menschheit nach … Ebenso erleuchtet und beeinflusst er die Engel auch als Mensch. Soweit jedoch die Naturgleichheit in Frage kommt, ist Christus nicht das Haupt der Engel, weil er sich, nach dem Worte des Apostels, nicht der Engel, sondern der Kinder Abrahams annahm“ (Thomas v. Aquin, Comm. in epist. ad Eph. c.1, lect.8, Hebr 2,16-17).
aus: Die Heilslehre der Kirche, 789.


Enzyklika Miranda Prorsus, 8. September 1957 (Auszug)
Rundschreiben unseres Heiligen Vaters Pius XII. über Film, Funk und Fernsehen.

Damit der Plan der Göttlichen Vorsehung sicherer und wirkungsvoller zur Ausführung gelange, haben wir kraft unserer Apostolischen Vollmacht durch ein Apostolisches Rundschreiben "den Heiligen Erzengel Gabriel, der den Sterblichen (...) die heißersehnte Botschaft von der Erlösung der Menschheit überbrachte, zum himmlischen Patron bei Gott" bestellt für die technischen Erfindungen, welche die Menschen instand setzen, mit dem elektrischen Strahl schnellstens Worte an Abwesende zu schreiben, von sehr weit entfernten Orten miteinander zu sprechen, Nachrichten auf Ätherwellen zu senden, endlich Dinge und Ereignisse, sie mögen noch so weit weg sein, durch die dem Auge dargebotenen Bilder wie gegenwärtig zu sehen(17). Als Wir diesen himmlischen Patron erwählten, war es unsere Absicht, es möchten alle, deren Händen solch segenspendende Geräte anvertraut sind, sich der Würde des einem jeden von ihnen anvertrauten Amtes bewusst werden; können doch mit ihnen die unschätzbaren Reichtümer Gottes unter den Menschen verbreitet werden wie gute Samenkörner, die Früchte der Wahrheit und Güte zu bringen berufen sind.


Paul VI.
Credo des Gottesvolkes (Auszug)
Wir glauben an den einen Gott, den Vater, den Sohn und den Hl. Geist, den Schöpfer der sichtbaren Dinge, wie es diese Welt ist, auf der wir unser flüchtiges Leben führen, als auch der unsichtbaren Dinge, wie es die reinen Geister sind, die wir auch Engel nennen, und Schöpfer der unsterblichen Geistseele in einem jeden Menschen.

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